Go: Spielregeln

Die Go Spielregeln erlauben die Teilnahme von zwei Spielern die abwechselnd ihre Steine setzen. Dies ist jeweils nur auf den Schnittpunkten des Spielbretts erlaubt. Das Go Spiel wird auch als „Umzingelungsspiel“ bezeichnet, welches den Charakter ziemlich gut beschreibt. Im späteren Spielverlauf lassen sich auch die Steine und sogar Steingruppen des Gegners schlagen. Man stelle sich ein Schlachtfeld vor und die Herrscher positionieren ihre Truppen. Am Ende gewinnt jener der die meisten Ländereien besitzt.

Go-Spielregeln: Aufbau & Zugvorschriften

Spielsituation bei GoAls japanisches Brettspiel ist Go recht einfach gestrickt. Es gibt noch ein chinesisches Regelwerk, aber wir konzentrierten uns auf die Go Spielregeln aus Japan. Das klassische Spielfeld besteht aus einem Quadrat von 19 x 19 Kästchen, deren Außenlinien ein Gitter bilden. Daraus ergeben sich 361 Schnittpunkte und diese gilt es zu besetzen. Die Spieler Schwarz und Weiß bekommen ausreichend viele Steine gestellt, in der Regel 181 schwarze und 180 weiße. Da so ein Go Spielbrett sehr groß ist und sich die Partien entsprechend lang hinziehen. Wir empfehlen anfangs Go Spiele mit 13×13-Raster, ggf. auch als 9×9-Raster. Die Spielregeln unterscheiden sich dabei nicht.

Bei Spielbeginn steht ein leeres Brett auf dem Tisch. Schwarz beginnt und die Spieler wechseln sich mit jeweils einem Stein ab. Diese werden dann auf die freien Schnittpunkte gesetzt. Eine Zugpflicht verlangen die Go Spielregeln nicht, d.h. ein Spieler kann auch passen und den Zug seines Gegners abwarten. Daraus ergeben sich strategische Möglichkeiten. Wenn beide Spieler nacheinander passen, gilt die Runde meist als beendet. Am Ende des Spiels verzichten sie deshalb auf ihren Zug, weil sie keine weitere Möglichkeit mehr sehen einen sinnvollen Stein zu setzen.

Go-Spielregeln: Steine schlagen

Das Schlagen von gegnerischen Spielsteinen hängt von deren Anordnung ab. Ein einzelner Stein gilt als geschlagen, wenn er von den benachbarten Schnittpunkten durch Steine der anderen Farbe umzingelt ist. Nebeneinander liegende Punkte sind durch eine Linie auf dem Spielfeld verbunden. Das bedeutet, ein Stein wird horizontal und vertikal von anderen Spielsteinen umgeben und dann vom Feld genommen.

Go: Steine fangenMit der Zeit bilden sich auf dem Go-Spielbrett Ketten aus gleichfarbigen Steinen. Auch hier müssen alle Steine umzingelt sein, damit diese als geschlagen gelten. Um die Kette zu schlagen wird diese also in ihrer Gesamtheit betrachtet. Einzelne Steine in der Kette müssen dabei keinen freien Nachbarplatz haben, wenn es insgesamt noch Öffnungen gibt.

Mit dem Begriff „Atari“ bezeichnet man die Situation in der einer Kette nur noch eine freie Nachbarstelle zur Verfügung steht. Der Spieler kündigt das Schlagen an und seinem Gegner bleibt noch die Möglichkeit die Kette zu verlängern. Nicht immer ist diese Strategie sinnvoll und so sollte die Kette aufgegeben werden.

Denn jeder geschlagene Stein wird vom Gegner einbehalten und zählt als Punkt für ihn, wenn es später zur Abrechnung kommt.

Go-Spielregeln: Steine opfern

Das Steine opfern wird auch als „Selbstmord“ bezeichnet und ist Teil der Go-Spielregeln. Ein Stein der eine Kette verlängern soll, darf nur dann gelegt werden, wenn diese danach wieder Freiheit erlangt. Ein Stein der die Kette zwar verlängert, aber beim nächsten Zug des Gegners keinen Fortschritt bewirkt, darf nicht gelegt werden.

Eine Ausnahme bildet sich jedoch immer dann, wenn ein Stein gelegt wird und gleichzeitig einen anderen Stein oder dessen Kette schlägt. Denn bevor ein Zug als vollständig beendet gilt, müssen geschlagene Steine entfernt werden. Der Selbstmord ist verboten, tritt aber in diesem speziellen Fall nicht ein.

Go-Spielregeln: Ein weiteres Verbot (Kō)

Ebenso erlauben es die Go-Spielregeln nicht, dass ein Stein der gerade einen des Gegners geschlagen hat, sofort selbst geschlagen werden darf. Das Verbot des „Zurückschlagens“ verhindert, dass danach dieselbe Situation auf dem Spielfeld herrscht wie vorher. Das wäre dann ein „Kō“, was im Japanischen „Ewigkeit“ bedeutet. Dadurch sollen unnötige Wiederholungen vermieden werden, die nur Zeit rauben.

So ein Kō-Punkt kann auch strategisch Sinn machen. Zwar darf dieser Stein nicht geschlagen werden, aber Spieler B kann Spieler A an anderer Stelle zu einem Zug zwingen und darf dann wiederum am Kō-Punkt zuschlagen. Und trotz dieser Go Spielregel kommt es noch oft genug zu solch ähnlichen Situationen mit Wiederholungen, aber das macht sich dann mit einigen Spielen bemerkbar.

Go-Spielregeln: Spielende

Go-TischWährend des Spielens werden sich Situationen ergeben, in denen ein Stein oder eine Kette nicht vollständig umzingelt werden können. Diese bleiben dann mit den gegnerischen Steinen aneinander gereiht. Die restlichen Steine werden geschlagen, bis kein sinnvoller Zug mehr möglich ist. An so einem Punkt gewinnt der Spieler mit den meisten gefangenen Steinen. Diese werden ausgezählt und wer mehr schlagen konnte, der gewinnt die Runde.

Demnach sollte im Spiel bedacht werden, keine Steine sinnlos zu opfern. Außer es steckt eine tiefere Strategie dahinter, um dafür eine ganze Kette zu schlagen.

Go kaufen?

Nun haben wir aber genug über die Go-Spielregeln geschrieben, es ist Zeit ein Go-Spiel zu kaufen. Wir haben aber auch noch einen Artikel über die Entwicklung von Go geschrieben, der manche Leser interessieren könnte.