Shogi: Regeln

Das japanische Schach namens Shogi ist eine Alternative zum klassischen Schach, aber es muss auch erst einmal erlernt werden. Für Personen welche die japanischen Schriftzeichen nicht verstehen eine kleine Herausforderung. Wir versuchen bei der Erklärung der Shogi Regeln so Schritt für Schritt vorzugehen, damit Sie das Spiel schnell erlernen und Spaß haben können.

Der Aufbau

Die Shogi Regeln besagen, dass in der Regel auf einem Spielfeld von 9 x 9 Feldern gekämpft wird. Dafür hat dann jeder Spieler 20 Steine zur Verfügung und diese müssen zu Beginn nach einem festen Schema gelegt werden. Nachfolgend ist der Aufbau als Skizze verdeutlicht:

Shogi-Spielregeln: Spielsteine & Funktionen

Spielsteine bei ShogiIn der Übersicht oben haben wir gemäß den Shogi Regeln die korrekte Aufstellung für den Beginn einer Partie eingenommen. Zum leichteren Verständnis stehen über den japanischen Schriftzeichen noch die deutschen Namen der Spielsteine. Wichtig ist dabei, dass die Spitzen der eigenen fünfeckigen Steine immer in Richtung des Gegners zeigen. Nun geht es darum wie die Shogi Spielsteine gesetzt werden dürfen.

  • König: Nur ein Feld in eine beliebige Richtung
  • Turm: Unbegrenzt waagerecht und senkrecht
  • Läufer: Unbegrenzt diagonal
  • Gold General: Nur ein Feld, Diagonalen nach hinten sind verboten
  • Silber General: Nur ein Feld, nach links, rechts und hinten verboten
  • Springer: nur nach vorn, zwei Felder geradeaus, dann eins rechts oder links
  • Lanze: Unbegrenzt, aber nur nach vorn
  • Bauer: Nur ein Feld nach vorn

Hier lassen sich schon Parallelen zwischen den Shogi Regeln und den Spielregeln des Schachs erkennen. Die Generäle und die Lanzen bilden eine wichtige Ausnahme bzw. Erweiterung beim Shogi. Bei der Beförderung eines Spielsteins, dazu muss er das andere Ende erreichen, verwandelt sich der Turm zum Drachen und der Läufer wird zum Pferd. Damit erweitert sich auch ihr Bewegungsradius.

  • Turm -> Drache: Nur ein Feld in jede Richtung und unbegrenzt waagerecht + senkrecht
  • Läufer -> Pferd: Nur ein Feld in jede Richtung und unbegrenzt diagonal

Das Shogi-Spiel beginnt

Beim japanischen Schach beginnt in der Regel die Farbe Schwarz. Die Spieler entscheiden sich abwechselnd für einen Zug innerhalb der Möglichkeiten ihrer Steine. Wird ein Stein des Gegners geschlagen, so darf dieser auf die eigene Hand genommen und später erneut einsetzen. Deshalb wird hier auch von „Eroberung“ gesprochen, wodurch die Shogi Regeln einen zusätzlichen Anreiz für mehr Spannung bieten. Doch es steckt auch ein geschichtlicher Fakt dahinter, denn das Erobern symbolisiert die überlaufenden feindlichen Einheiten die sich zuvor ergeben haben.

Shogi - SpielbrettUm eroberte Spielsteine einzusetzen gelten in manchen Fällen besondere Regeln. So dürfen bspw. zwei Bauern nicht auf derselben Linie senkrecht betrachtet stehen. Bauern können auch nicht direkt neben dem gegnerischen König für ein Matt gesetzt werden. Steine müssen auch so eingesetzt werden, dass sie danach einen Zug laut den Shogi Regeln machen können. Ein Wenn der Bauer von anderen Steinen umzingelt wäre, ist dies nicht erlaubt.

Shogi-Anleitung: Die Beförderungszone

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Shogi Regeln besteht in der Beförderung von Spielsteinen. Außer beim König und den goldenen Generälen ist dies für alle Spielsteine möglich. Dafür müssen sie die sogenannte „Beförderungszone“ des Gegners erreicht haben. Damit sind die jeweils letzten drei Reihen auf der anderen Seite gemeint, in denen auch zu Beginn alle Steine des Gegenspielers liegen.

Für eine Beförderung muss der Spielstein diese Zone betreten, innerhalb von ihr einen Zug machen oder diese verlassen. Die Beförderung führt zum Umdrehen des Spielsteins, auf dessen Rückseite sich dann andere Zeichen befinden. Diese sehen so aus:

Turm -> Drache: 龍王
Läufer -> Pferd: 龍馬
Silber General -> Bef. Silber General: 成銀
Springer -> Bef. Springer: 成桂
Lanze -> Bef. Lanze: 成香
Bauer -> Bef. Bauer: と金

Diese Markierungen auf der Unterseite findet man auf jedem guten Shogi Spielbrett. Sollte ein beförderter Stein vom Gegner geschlagen werden, darf diese ihn aufnehmen, aber nur ohne Beförderung einsetzen. Eine Beförderung ist gemäß den Shogi Regeln eine Option, aber kein Muss. Doch auch hier gibt es Ausnahmen. Wenn der Springer eine der letzten beiden Reihen betritt, dann muss er befördert werden. Dasselbe gilt für die Lanze oder einen Bauern wenn er die letzte Reihe erreicht.

Das Ziel von Shogi

Hier sind die Shogi Regeln identisch mit denen des westlichen Schachs. Wenn der König keinen Zug mehr machen kann, weil die generischen Spielsteine dies verbieten, dann ist er geschlagen und das Spiel zu Ende. (Schach Matt)

Durch das Erobern und Wiedereinsetzen der Spielsteine bildet sich beim Shogi eine ganz eigene Dynamik. Kein Spielstein geht verloren wie beim herkömmlichen Schach, doch sollte der Gegner auch keine Übermacht an Steinen erlangen.

Wem dies nun zu viel Text zu den Shogi Regeln war, für den haben wir noch eine Video-Serie auf Youtube gefunden. Das hier ist der zweite Teil und er erklärt die Shogi Zugvorschriften anhand einer virtuellen Partie am PC: