Spiel des Jahres 2010 bis 2016

Seit 1979 vergibt eine Jury den Titel „Spiel des Jahres“ und gemeint sind damit Brettspiele, Kartenspiele oder andere Gesellschaftsspiele mit einem innovativen Konzept. Die Idee zu dieser Auszeichnung hatte Jürgen Herz und heute ist dieser Preis enorm prestigeträchtig geworden. Er spornt die Spielentwickler insgeheim an, etwas noch nie Dagewesenes zu kreieren. Heute geht es uns um die Spiele des Jahres 2010, 2011, 2012, 2013 und 2014. Vielleicht ist für Sie das passende nächste Brettspiel dabei? Tipp: Alle bisherigen Gewinnertitel des Spiel des Jahres sind in dieser Liste zu finden.

Spiel des Jahres 2010: Dixit
(ab 8 Jahren, für 3 bis 6 Spieler)

Jeder Spieler erhält zu Beginn sechs sehr fantasievoll gestartete Karten auf die Hand. Dazu muss er ein passendes Thema finden, erklärt dies kurz seinen Mitspielern und legt die Karte verdeckt aus. Die anderen sind nun dran und müssen eine ihrer Karten nehmen, von denen sie meinen das Thema zu treffen. Im Anschluss wird aufgedeckt und geraten. Für erfolgreiche Tipps gibt es Punkte. Die gewählten Geschichten und Themen können unterschiedliche Schwierigkeitsgrade erfüllen. Die Karten vom Spiel des Jahres 2010 (Dixit), sind bewusst sehr detailreich gestaltet worden, damit die Spieler immer neue Geschichten darin entdecken.

Spiel des Jahres 2011: Qwirkle
(ab 6 Jahren, für 2 bis 4 Spieler)

Ein Brettspiel mit bunten und schwarzen Holzspielsteinen. Sie werden so gelegt, dass gleiche Symbole zueinander stehen, ähnlich wie beim Domino. Sie müssen sich jedoch in der Farbe unterscheiden. Es gehen aber auch verschiedene Symbole in einer Farbe, wodurch dem Spieler eine Fülle von Zugmöglichkeiten entstehen. Qwirkle trägt nicht nur einen ungewöhnlichen Namen, auch das Spielkonzept ist einmal ganz anders. Nach einem bestimmten Schema werden am Ende die Punkte ausgezählt. Das Brettspiel ist schnell erlernt und bietet großen Spaß für Jung und Alt. Außerdem lernen die Spieler vorauszudenken und ihre Züge genau zu planen, während auch das Glück eine kleine Rolle spielt.

Spiel des Jahres 2012: Kingdom Builder
(ab 8 Jahren, für 2 bis 4 Spieler)

Ein packendes Aufbauspiel von der Siedlung bis zum Königreich. Im Brettspiel Kingdom Builder muss sich jeder auf unterschiedlichem Terrain zurechtfinden. Wiesen, Wüsten, Wald und mehr wurden für die nächsten großen Bollwerke auserwählt. Doch das Spiel des Jahres 2012 benötigt dafür etwas Zeit. Es gilt nebenbei Aufträge zu erfüllen, wodurch sich Vorteile gesichert werden, die am Ende über Sieg oder Niederlage entscheiden können. Das Spielfeld kann variabel zusammengesetzt werden und erinnert damit in vielen Zügen an die Siedler von Catan. Aber Kingdom Builder ist kein Nachahmer, das Spielkonzept weißt einige entscheidende Unterschiede auf. Ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten wartet als Brettspiel auf alle.

Spiel des Jahres 2013: Hanabi
(ab 8 Jahren, für 2 bis 5 Spieler)

Hanabi zählt zu den japanischen Brettspielen bzw. Kartenspielen und wurde von uns schon einmal vorgestellt. Es trägt zurecht die Auszeichnung zum Spiel des Jahres 2013. Statt gegeneinander zu spielen, müssen sich die Spieler gegenseitig unterstützen und versuchen die größtmögliche Kombination zu finden. Der Clou dabei: Jeder sieht nur die Karten seiner Gegenspieler, aber nicht die eigenen. Die Spieler kommunizieren viel miteinander und geben sich Tipps, welche Karte als nächste gelegt werden sollte. Hanabi bedeutet so etwas wie „Feuerwerk“ und das ist hier auf die Farben sowie den Spielspaß bezogen.

Spiel des Jahres 2014: Camel Up
(ab 8 Jahren, für 2 bis 8 Spieler)

Die Kamele sind los und sie rennen um die Wette! „Auf die Höcker, fertig … los“, könnte man sagen. Treffen sich zwei Kamele auf einem Feld, so nehmen sie sich huckepack. Das „tragende“ Kamel muss dann die anderen mitnehmen, solange bis die wieder am Zug sind. Camel Up kombiniert ein klassisches Brettspiel mit dem Wetten auf den Spielausgang. Die Prognosen gibt es nicht nur für den Sieger, sondern auch wer zwischendurch die Nase vorn hat. Doch die Kamele haben ihren eigenen Dickkopf und setzen diesen gelegentlich durch. Ein tolles Partyspiel für bis zu acht Spieler und ohne Zweifel das Spiel des Jahres 2014.

Spiel des Jahres 2015: Colt Express
(ab 10 Jahren, für 2 bis 6 Spieler)

Mit einem Brettspiel zurück in die Zeit des Wilden Westens. Genau das ermöglicht Colt Express und wie der Name schon sagt, befinden sich die Spieler auf einem Zug. Dieser jagt durch das Land, mit dabei Ganoven, Gauner und Revolverhelden. Sie springen von Waggon zu Waggon und erleichtern die Reisenden um ihre Besitztümer. Doch der Marshall heizt den Räubern kräftig ein und nebenbei werden noch die Gleise gewechselt. Dank der vielfältigen Aktionskarten, weiß man im Brettspiel Colt Express nie genau was als nächstes passiert. Die Parodie vom Wilden Westen ist gelungen und somit war der Titel Spiel des Jahres 2015 mehr als verdient.

Spiel des Jahres 2016: Codenames
(ab 14 Jahren, für 2 bis 8 Spieler)

Codenames ist ein Spiel, bei dem sich dei Spieler aufeinander einlassen müssen. Es gilt, durch geschickte Hinweise auf ausliegende Begriffe dem eigenen Team gesuchte Wörter zu umschreiben. Das erfordert Assoziationsfähigkeiten, denn je mehr Begriffe umschrieben werden, desto mehr kann das Team erraten. Aber Vorsicht: Es gibt auch Begriffe der Gegener und Begriffe, die nicht erraten weren dürfen. Daher ist das Umschreiben und Verstehen ein Drahtseilakt mit viel Spielspaß – allerdings eher für homogene Gruppen.